Die prachtvollen Vokalwerke des englischen Barock-Komponisten Henry Purcell sind in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Erstmals erklingt im NoonSong sein fünfstimmiges schwungvolles "Cantate Domino" als Vertonung des Wochenpsalms, der diesem Wochenende seinen liturgischen Namen gegeben hat: Cantate - singt!
Wieder gibt es englische Renaissance-Musik zu entdecken. Thomas Tallis wirkte in einer Zeit, in welcher es in England lebensgefährlich war, Katholik zu sein. Seine herausragenden musikalischen Kompositionen sowohl für die katholische als auch für die neue anglikanische Liturgie schufen ihm ein hohes Ansehen, das ihm Leben und Einkommen sicherte.
Dresden steht im Mittelpunkt dieses NoonSongs. Am dortigen Hof etablierte der venezianische Komponist Lotti die italienische Oper, bevor er als Kapellmeister von San Marco - in der Barockzeit eines der bedeutendsten kirchenmusikalischen Ämter überhaupt - nur noch Kirchenmusik komponierte. Homilius hätte Lotti als Kind in Dresden fast noch hören können. Der Schüler von J.S. Bach wurde Organist an der Dresdner Frauenkirche und schließlich Kreuzkantor. sirventes berlin hat Homilius' Musik in einer vielbeachteten CD weltweit wieder bekannter gemacht.
Lateinische Kirchenmusik von deutschen Komponisten der Romantik erklingen in diesem festlichen Pfingst-NoonSong. Alle drei Komponisten huldigen dem Ideal des Palestrina-Stils. Sie können aber den Einfluß Mendelssohns und (die beiden späteren) Wagners nicht verbergen.
Wiederentdeckungen deutscher Chormusik stehen im Zentrum dieses NoonSongs. Kaum jemand kennt die Kirchenmusik des schwäbischen Liederkomponisten Friedrich Silcher, dessen schlichte, aber eindrucksvolle Hymne "Te Deum" hier vorgestellt wird.