Die liturgische Weihnachtszeit geht im NoonSong musikalisch zu Ende. Aus der Dunkelheit der Wintertage erhebt sich das Canticum "Herr, nun lässt Du Deinen Diener in Frieden fahren" in der zauberhaften Vertonung von Gustav Holst, die erstmals im NoonSong erklingt.
Kein anderer Komponist hat die Entwicklung der christlichen Kirchenmusik so bestimmt wir Palestrina. Zu seinem 500. Geburtstag singen wir zwei sehr unterschiedliche Kompositionen: die kurze Motette für vier gleiche Stimmen "Caonfitemini", die in ihrer Stimmgruppierung sehr modern wirkt, dazu eine vierstimmige Magnificat-Vertonung, feierlich, schwebend und voller kompositorischer Raffinesse
Mit Becker, Howells und Nielsen erklingen Werke dreier romantischer Komponisten in diesem NoonSong, die, wenn überhaupt, vorwiegend in ihren Heimatländern, aber kaum über deren Grenzen hinaus bekannt sind. In diesem NoonSong werden die berührenden Gemeinsamkeiten hörbar.
Anlässlich des 500. Geburtstages des großen italienischen Komponisten Palestrina erklingen einige seiner Werke im NoonSong. Verglichen mit der Komposition von Marenzio, der seinerzeit der Maßstab für ausdrucksvolle Madrigale setzte, müssen sich Palestrinas Werke an bewegender Ausdruckskraft nicht verstecken.