Palestrinas kunstvolle Musik galt als perfekte Balance aus Satzkunst, Textverständlichkeit und erhabenem Schönklang. Im 19. Jahrhundert erhielt sie das Attribut "abgeklärt", oft mit "emotionslos" gleichgesetzt. In der Musik dieses NoonSongs wird hörbar, wie bewegend Palestrinas Musik doch ist und wie sein Vorbild über die Jahrhunderte weiter gewirkt hat.
Die Biografie des bedeutenden deutsch-israelischen Architekten Ossip Klarwein, der die Kirche Am Hohenzollernplatz entworfen hat, wird in diesem Jahr erstmals eingehend beleuchtet. Ihm zu Ehren wird im Anschluss an diesen NoonSongs eine Info-Stele auf dem Platz vor der Kirche enthüllt. Im NoonSong erklingen mit den Werken Blochs und Distlers Chorwerke eines jüdischen und eines evangelischen Komponisten, die im Jahr der Erbauung der Kirche komponiert wurden.
Zwei große und kaum bekannte Renaissance-Komponisten prägen die Musik des heutigen NoonSongs. Während der englische Komponist Peter Philips in engem Kontakt mit vielen wichtigen europäischen Komponisten stand und Einflüsse aus England, Italien und Flandern genial miteinander verschmolz, ist die ebenso eindrucksvolle Chormusik des polnischen Komponisten Zieleński, die fast gleichzeitig entstand, singulär in Polen.