748. NoonSong am 14.02.2026 um 12:00 Chormusik deutscher Romantik
Achtstimmige romantische Musik für den königlichen Berliner Domchor erklingt in diesem NoonSong.
Achtstimmige romantische Musik für den königlichen Berliner Domchor erklingt in diesem NoonSong.
Am ersten Wochenende der Fastenzeit erklingen die Psalmen in Vertonungen frühbarocker deutscher Komponisten. Affektvoll wie in Madrigalen drücken sie ihr Verlangen nach Erlösung und Hoffnung aus, aktueller denn je.
Den 750. NoonSong feiern wir mit der wunderbaren "Vesperae solennes de confessore" von Wolfgang Amadeus Mozart für Soli, Chor und Orchester. Am bekanntesten ist daraus das bezaubernde "Laudate Dominum", eine schwebende Sopran-Arie im 6/8-Takt, begleitet von Streichern und Chor.
Besinnliche romantische Musik für englische Kathedralen erklingt in diesem NoonSong. Dabei spannt sich der Bogen vom schlichten dreistimmigen Chorlied, das Mendelssohn für den anglikanischen Gottesdienst komponierte, bis hin zum wuchtigen achtstimmigen Anthem für Chor und Orgel von Wesley.
Die Choralmotette "Jesu meine Freude" gehört zu den berühmtesten Stücken der Chormusik. Tröstend und aufbegehrend, besinnlich und Hoffnung spendend vertont Bach seine Kombination eines Kirchenliedes mit Zitaten aus dem Römerbrief. Die fast solistische Interpretation von sirventes berlin verspricht wieder größte Transparenz und Eindrücklichkeit dieser Musik.
Mit der englischen Einrichtung einer großen Marien-Motette wird ein wenig bekanntes geistliches Werk von Charles Gounod auch außerhalb des katholischen Gottesdienstes einsetzbar. Erstmals erklingt diese wunderbare Musik im NoonSong.
Der NoonSong vor Palmsonntag wird immer besonders gestaltet. Diesmal prägt ein Welthit hochbarocker Chormusik diesen NoonSong, nämlich das berühmte, ausdrucksvolle "Crucifixus" des Venezianers Antonio Lotti. Dieses Werk inspirierte vor einigen Jahren den schwedischen Komponisten Sixten zu einer eigenen Vertonung des gleichen Textes, die wir dem Werk Lottis gegenüber stellen. Zwischen beiden Werken steht die schlichte, erhabene Vertonung des "Stabat mater" von Palestrina. Alle Werke erklingen erstmals im NoonSong und stimmen meditativ und bewegend auf die Karwoche ein.
Heinrich von Herzogenbergs umfangreiches Chorschaffen hat sich noch nicht wieder im Repertoire leistungsfähiger Chöre durchgesetzt. Erstmals erklingen von ihm Teile aus seiner ausladenden Vertonung des 116. Psalmes, umrahmt von Werken aus der anglikanischen Liturgie, welche auch den Geist Herzogenbergs atmen: ansprechende liturgische Musik mit neuen harmonischen Tönen, die in der Tradition der Renaissance verwurzelt ist.
Der 23. Psalm "Der Herr ist mein Hirte" gehört zu den bekanntesten und schönsten Gebeten der Welt, eine wunderbare Lyrik, die liebevoll Trost spendet. Ein bekannter amerikanischer Choral vertont diesen Text passend; in der Bearbeitung von Stefan Schuck wurde er international bekannt.
Evangelisten und Heilige werden nicht nur in der katholischen Kirche verehrt, auch die evangelische schätzt das Vorbild dieser Menschen. Die zum heutigen Fest des Evangelisten Markus ausgesuchten Psalmtexte beschreiben solche Vorbilder: Menschen, die beharrlich auf der Suche sind, die sich auch verirren und schließlich unbeirrt ihren Weg der Nächstenliebe gehen. Dies wird bewegend in der Musik von Heinrich Schütz und dem kaum bekannten italienischen Renaissance-Komponisten Rondini ausgedrückt.