722. NoonSong am 28.06.2025 um 12:00 NoonSong mit dem Staats- und Domchor Berlin
Wir freuen uns, die Knaben und jungen Herren des Staats- und Domchores Berlin unter der Leitung von Kai-Uwe Jirka im NoonSong zu Gast zu haben.
Wir freuen uns, die Knaben und jungen Herren des Staats- und Domchores Berlin unter der Leitung von Kai-Uwe Jirka im NoonSong zu Gast zu haben.
Wie unterschiedlich die frühbarocke geistliche Musik klingen kann, wird heute deutlich: Der Palestrina-Schüler Viadana schreibt in Rom klangprächtige, demütige Musik für den katholischen Gottesdienst, während der Protestant Schütz im venezianischen Stil in der vollen Achtstimmigkeit und mit Solisten konzertiert.
Besinnlich, schwelgend und voller Hingabe klingen die geistlichen Chorwerke dieses NoonSongs, die unmittelbar berühren und bewegen.
Im letzten NoonSong vor der Sommerpause erklingt noch einmal jubelnde Musik aus der Bach-Familie sowie vom diesjährigen Jubilar, G.P. da Palestrina: ein Fest der Stimmen, das beschwingt in den Sommer entläßt.
Mit einer Neuentdeckung beginnt der NoonSong nach den Sommerferien wieder. Erstmals erklingt Musik des in Neuruppin geborenen romantischen Komponisten und Organisten D.H. Engel im NoonSong, der Mitte des 19. Jahrhunderts sehr erfolgreich in Berlin wirkte.
In diesem NoonSong erklingt eines der berühmtesten Werke frühbarocker italienischer Vokalmusik, das siebenstimmige "Lauda Jerusalem" aus Claudio Monteverdis "Marienvesper". Der venezianische Meister gruppiert zwei agil-lebendige dreistimmige Chöre um den Tenor herum, der stoisch den Psalm im Kirchenton rezitiert. Auch die weiteren Hauptwerke dieses NoonSongs führen uns ins frühbarocke Italien, u.a. das achtstimmige Magnificat von Allegri.
Monteverdis Sammlung "Selva morale e spirituale" ist immer noch deutlich weniger bekannt als beispielsweise seine "Marienvesper". Sein "Beatus vir" aus dieser Sammlung ist bei englischen Chören sehr beliebt, im NoonSong erklingt diese fröhlich-musikantische Komposition erstmals.
Von Mendelssohn beeinflußt, seinerzeit sehr beliebt und später fast in Vergessenheit geraten ist die Musik des Bach-Nachfolgers als Thomaskantor Moritz Hauptmann. Dieser NoonSong wird vom Chordirektor der Komischen Oper Berlin, David Cavelius, dirigiert.
Erneut legen wir einen Schwerpunkt auf die geistliche Chormusik italienischer Barock-Komponistinnen, die erstmals im NoonSong erklingt. Ergänzt wird sie durch Werke, die von unserer Sängerin Elisabeth Fischer-Sgard eigens für den NoonSong komponiert wurden.
Mit den Werken von Tallis und Byrd entführt uns dieser NoonSong in die musikalisch glanzvolle, aber für Katholiken auch gefährliche Epoche der Frühzeit der anglikanischen Kirche. Kompositorische Meisterschaft überbrückte die tiefen Klüfte zwischen den Religionen.