724. NoonSong am 12.07.2025 um 12:00 Romantische Musik aus Frankreich und England
Besinnlich, schwelgend und voller Hingabe klingen die geistlichen Chorwerke dieses NoonSongs, die unmittelbar berühren und bewegen.
Besinnlich, schwelgend und voller Hingabe klingen die geistlichen Chorwerke dieses NoonSongs, die unmittelbar berühren und bewegen.
Im letzten NoonSong vor der Sommerpause erklingt noch einmal jubelnde Musik aus der Bach-Familie sowie vom diesjährigen Jubilar, G.P. da Palestrina: ein Fest der Stimmen, das beschwingt in den Sommer entläßt.
Mit einer Neuentdeckung beginnt der NoonSong nach den Sommerferien wieder. Erstmals erklingt Musik des in Neuruppin geborenen romantischen Komponisten und Organisten D.H. Engel im NoonSong, der Mitte des 19. Jahrhunderts sehr erfolgreich in Berlin wirkte.
In diesem NoonSong erklingt eines der berühmtesten Werke frühbarocker italienischer Vokalmusik, das siebenstimmige "Lauda Jerusalem" aus Claudio Monteverdis "Marienvesper". Der venezianische Meister gruppiert zwei agil-lebendige dreistimmige Chöre um den Tenor herum, der stoisch den Psalm im Kirchenton rezitiert. Auch die weiteren Hauptwerke dieses NoonSongs führen uns ins frühbarocke Italien, u.a. das achtstimmige Magnificat von Allegri.
Monteverdis Sammlung "Selva morale e spirituale" ist immer noch deutlich weniger bekannt als beispielsweise seine "Marienvesper". Sein "Beatus vir" aus dieser Sammlung ist bei englischen Chören sehr beliebt, im NoonSong erklingt diese fröhlich-musikantische Komposition erstmals.
Von Mendelssohn beeinflußt, seinerzeit sehr beliebt und später fast in Vergessenheit geraten ist die Musik des Bach-Nachfolgers als Thomaskantor Moritz Hauptmann. Dieser NoonSong wird vom Chordirektor der Komischen Oper Berlin, David Cavelius, dirigiert.
Erneut legen wir einen Schwerpunkt auf die geistliche Chormusik italienischer Barock-Komponistinnen, die erstmals im NoonSong erklingt. Ergänzt wird sie durch Werke, die von unserer Sängerin Elisabeth Fischer-Sgard eigens für den NoonSong komponiert wurden.
Mit den Werken von Tallis und Byrd entführt uns dieser NoonSong in die musikalisch glanzvolle, aber für Katholiken auch gefährliche Epoche der Frühzeit der anglikanischen Kirche. Kompositorische Meisterschaft überbrückte die tiefen Klüfte zwischen den Religionen.
Palestrina und Orlando di Lasso haben zeitgleich gelebt. Beide gelten als die Stars der Spätrenaissance: Lasso hochgeehrt am Münchener Fürstenhof, Palestrina u. a. als Leiter der Cappella Giulia am Petersdom in Rom. In jeweils einer großen achtstimmigen Motette kann man die Gemeinsamkeiten, aber auch die großen Unterschiede der individuellen Tonsprache der beiden eindrucksvoll erleben.
Einfühlsame und berührende liturgische Musik von Max Reger und Moritz Hauptmann erklingt in diesem NoonSong. Diese Chorwerke stehen mit ihrer schlichten Innigkeit im Gegensatz zu jedem romantischen Klischee. Sie sind wahre Kleinode und eine Entdeckung!