Italienische Musik war im 16. Jahrhundert ein Exportschlager und ein Magnet. Hans Leo Hassler war einer der ersten Deutschen, der nach Venedig pilgerte um die konzertante mehrchörige Musik zu studieren und diesseits der Alpen bekannt zu machen. Gastoldis Madrigale wiederum inspirierten Komponisten nachhaltig, insbesondere in England wurden sie zur Mode und prägten spätere Komponisten wie Thomas Morley. In diesem NoonSong wird der lebendige europäische Austausch hörbar.
Mendelssohn Bartholdy und Georg Schumann sind beides Komponisten, welche das Berliner Musikleben nachhaltig geprägt haben: Mendelssohn als Direktor des Berliner Domchores und Schumann als langjähriger Leiter der Singakademie zu Berlin. Viele der spätromantischen Chorkompositionen Schumanns warten noch auf ihre Wiederentdeckung.
In diesem NoonSong erklingt eines der berühmtesten Werke frühbarocker italienischer Vokalmusik, das siebenstimmige “Lauda Jerusalem” aus Claudio Monteverdis “Marienvesper”. Der venezianische Meister gruppiert zwei agil-lebendige dreistimmige Chöre um den Tenor herum, der stoisch den Psalm im Kirchenton rezitiert. Auch die weiteren Hauptwerke dieses NoonSongs führen uns ins frühbarocke Italien, dabei ist bestimmt das achtstimmige Magnificat von Allegri, welches erstmals im NoonSong erklingt, eine Entdeckung.