19.4.2025, 21:00 Passion concert by candlelight
Palestrina forever - on the 500th birthday of the legendary composer Palestrina was and still is a style-setter today. Anyone studying composition must be familiar with his principles, which shaped […]
Palestrina forever - on the 500th birthday of the legendary composer Palestrina was and still is a style-setter today. Anyone studying composition must be familiar with his principles, which shaped […]
Die Biografie des bedeutenden deutsch-israelischen Architekten Ossip Klarwein, der die Kirche Am Hohenzollernplatz entworfen hat, wird in diesem Jahr erstmals eingehend beleuchtet. Ihm zu Ehren wird im Anschluss an diesen NoonSongs eine Info-Stele auf dem Platz vor der Kirche enthüllt. Im NoonSong erklingen mit den Werken Blochs und Distlers Chorwerke eines jüdischen und eines evangelischen Komponisten, die im Jahr der Erbauung der Kirche komponiert wurden.
Zwei große und kaum bekannte Renaissance-Komponisten prägen die Musik des heutigen NoonSongs. Während der englische Komponist Peter Philips in engem Kontakt mit vielen wichtigen europäischen Komponisten stand und Einflüsse aus England, Italien und Flandern genial miteinander verschmolz, ist die ebenso eindrucksvolle Chormusik des polnischen Komponisten Zieleński, die fast gleichzeitig entstand, singulär in Polen.
Der Frankfurter Komponist Heinz Werner Zimmermann wurde in den sechziger Jahren weltweit bekannt durch seine einfallsreiche Verquickung traditioneller kirchenmusikalischer Kompositionsformen mit Rhythmen und Harmonien des Jazz. Ähnlich schwungvoll, fröhlich und rhythmisch ist die Musik des Ungarn Karai, der die komplizierte Rhythmik ungarischer Volksmusik mit gregorianischen Elementen kombiniert.
Römische und venezianische Chormusik treffen in diesem NoonSong aufeinander: beschwingt, elegant, predigend und klangprächtig. Gleichzeitig deckt die Musik von Palestrina, Victoria und Monteverdi drei aufeinanderfolgende Generationen ab und macht das Verbindende und Neue in der Veränderung der Musik von Renaissance zu Barock hörbar.
Romantische Chormusik prägt diesen NoonSong: frühromantische Musik des Leipziger Thomaskantors Hauptmann, ganz unter dem Einfluß Mendelssohns, hochromantische Musik aus Wittenberg und schließlich sphärisch-romantische Klänge aus unserer Zeit. Dieser NoonSong wird vom Chordirektor der Komischen Oper Berlin, David Cavelius, geleitet.
Mit Chormusik von Tallis, Byrd, Gibbons und Goldwin erklingen in diesem NoonSong Werke der englischen Kathedralmusik vom Beginn der Kirchenspaltung bis hin in die Barockzeit. Typisch englisch, typisch anglikanisch - und gleichzeitig europäisch vernetzt und die katholische Tradition fortführend.
Die Texte zum Pfingstfest, vor allem die berühmten Hymnen, gehören zu den poetischsten der Kirche. Große achtstimmige Kompositionen von Palestrina und dessen Nachfolger Victoria bringen die mystischen Texte zum Schweben und lassen in ihrer fast überirdischen Schönheit den Heiligen Geist erahnen.
Wunderbare Chormusik gibt es in diesem NoonSong zu entdecken. Die liturgische Musik von Benjamin Britten ist hierzulande weitgehend unbekannt: typisch englisch-hymnisch, aber auch typisch Britten mit Mehrtonalität und interessanter Rhythmik. Charles Wood kennt man in Mitteleuropa kaum. Und der litauische Komponist Miskinis mit seiner effektvollen, aber gleichzeitig anspruchsvollen Musik wird häufiger in Konzerten und Wettbewerben als in Gottesdiensten gesungen.
Zwei Psalmvertonungen jüdischer Komponisten erklingen in diesem NoonSong erstmals. Was könnte besser den jüdischen Architekten der Kirche Ossip Klarwein ehren als eine Vertonung der Psalmworte "Wie lieblich sind Deine Wohnungen" durch den jüdischen Berliner Komponisten Lewandowski. Dazu erklingen Psalmen auf hebräisch von Tzvi Avni, der als Hermann J. Steinke in Saarbrücken geboren wurde und heute zu den wichtigsten und ältesten israelischen Komponisten zählt. Ergänzt wird das Programm mit einem Magnificat von Oliver Barton, das Einflüsse von Pop und Jazz in eigenständiger Weise verbindet.